Alle Jahre wieder, Biketour mit Brüetsch und Freunden. Dem Wetter angepasst, blieben wir in Juranähe. Treffpunkt Olten. Klaus, Rüedu und Ädu trafen nach Querelen mit dem Kundi in Bern einen Zug später ein.
Auf kleineren Umwegen ging es zuerst den Hügeln entlang, dann den Hügel hinauf und wieder hinab und eine Stunde später hätten wir beinahe die Brille von Rüedu wieder gefunden, die er bei einem Sturz verloren hatte. GPS von Garmin oder Landkarte in Papierform, das stand zur Diskussion, aber Ädu liess sich durch unsere Sprüche nicht irritieren und führte uns souverän über mehrere Höger (ein paar davon sahen wir zweimal), über die erste Jurakette nach Kienberg,
wo wir bei griechischer Musik echte Schweizer Kost assen. Zum Glück hatte die Serviererin dann Zimmerstunde, sodass der Wirt selbst am Schluss noch was Einheimisches auflegte, was verhinderte, dass bei uns gewisse Körperflüssigkeiten flockig wurden. Unser Ziel war Laufenburg.
Ich hatte keine Ahnung, dass uns der Jura hier im östlichen Teil noch so manchen Hügel in den Weg stellte. Oder fehlte es ämänt doch am Garmin? Das Wetter war etwas stürmisch und teilweise Regen, wir blieben aber meistens trocken.
In Laufenburg, deutschseitig, wollte wir auf der Bank noch ein paar Euro wechseln. Ich fand mein Portemonaie nicht mehr. Entweder hatte ich es unterwegs verloren oder beim Mittagessen auf dem Tisch liegen gelassen. Ich war drauf und dran die Karten telefonisch sperren zu lassen, als die anderen Jungs schon wieder aus der Bank raus kamen. Klaus ärgerte sich, dass der Code auf "seiner" Eurocard nicht akzeptiert wurde.
Ädu war der einzige, der zwei und zwei zusammen zählen konnte und empfahl meinem Bruder "seinen" Geldbeutel zu checken. Dieser zückte diesen dann gleich zwei Mal aus seinem Rucksack. Beide schwarz und in etwa gleich vergammelt. Aber meiner hatte ein schönes rotes Schweizerkreuz unten links.
Der Abend war gerettet. Später tafelten wir chinesisch. Infolge, dass wir so lange aufs Essen warten mussten, die Getränke aber relativ schnell da waren, wurde unser Tischgespräch zunehmend heftiger und eindeutig männerlastig, sodass ein Gast am Nachbartisch uns guten Appetitt wünschte, obwohl wir noch gar nichts auf dem Tisch hatten. Komisch. Kurz bevor es eskalierte kam die nette Kellnerin diesmal mit Essen an unseren Tisch.
Ein Teil ihres Gesichtes hatte verblüffende Ähnlichkeit mit Nicki Lauda. Dies beeinflusste ihre Verständlichkeit stark aber zum Glück wiederholte sie jeweils unsere Bestellungen während der Warterei: Noch ein Biel die Hellen? Hi hi, hi hi, ff, ff...
Der Sonntag war mega wolkenlos. Entlang des Rheins auf der Schweizer Seite gings Richtung Rheinfelden. Mittagsstop im Café Graf, Smalltalk mit dem Schiffsführer des Fahrgastschiffes Basler Dybli und weiter auf Singletrails nach Kaiseraugst, wo das Römerfest im Gange war. Zum Abschluss mit dem Boot der Schifffahrtspolizei eine kleine Rundfahrt im Hafen Birsfelden. Jungs, es war wieder mal der Hammer. Die nächste Tour organisiere ich, mit unbekanntem Ziel - wo die Leute uns auch nicht kennen.
weiter Fotos siehe Fotoalben: Biketour 2011
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