Funfliegen an der Jura-Northface, keine Streckenrekorde.
Vormittag von 8 - 12 eine Runde Golf spielen, nachmittags in die Luft. Strammer Abwind während der Fahrt mit der Gondel auf die Wasserfallen. Am Südstartplatz Chellechöpfli wider Erwarten null Wind. Tschömperli kommt ebenfalls. Er hat bedenken, dass wir auf der richtigen Juraseite sind. Es ist Nachmittag nach 14 Uhr. Ab und zu ein Lüftchen von vorne, kein SW Wind wie vorausgesagt aber es beginnt von Westen her zu kummulieren. Als es ein Krähe vor dem Startplatz hochbeamt, weiss ich, dass wir auf der richtigen Seite sind. "Bei der nächsten Brise geh ich raus", Tschömpi folgt. Er macht sofort Höhe im Aufwind am Startplatz. Ich suche die beste Thermik am Grat entlang. Der beste Schlauch geht aber
vom Startplatz weg, Tschömpi hat bereits überhöht, dä Soucheib. Als ich den Lift zentriert habe und ganze Kreise drehen kann, hebts mich rasant am Aussichtspunkt des Chellechöpli vorbei. Das Fussfolk neidet mich an. Mit sechs/sieben Metern/sek.geht kontinuierlich hinauf an die Basis. Tschömpi plampet irgendwo zwischen Oberdorf und Titterten. Ich konzentriere mich auf bestes Steigen und belächle die paar Segelflieger unter mir - keine Chance, zu mir hochzukommen! Bei 2379 müM steht die Wolke. Sie ist flach, das Steigen verflüchtet sich, und sowieso, es sind zuviele Segler in der Nähe, die meine Nummer auf dem Schirm lesen könnten (:-(). Ich mache einen Abstecher nach Ziefen, kehre via Lauwil auf den Vogelberg zurück und erreiche nochmals 2200 m. Nach eineinhalb Stunden friere ich. Mit kurzen Hosen und Velo-Regenhosen darüber gestülpt ist
mein Dresscode der Höhe ungenügend angepasst. Max sitzt zum Saisonauftakt vor seinem Hüttli. Ich lande und geniesse ein Bierchen mit ihm, Waltraud, Klaus, Eva und Housi in der Abendsonne. Solch unerwartete Flüge sind schöner als 100 Km Streckenflug in den Alpen. Also Jungs, merkt euch, die Erfolgsquote 2011 am Chellechöpfli ist bis jetzt 100 %. Gruess Fritz
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