Verfasst am 23. Februar 12 | Permalink | Kommentare (0)
Cabo Verde, Relaxen vom 16. bis 23. Januar 2012. Die Kapverdischen Inseln, 8 insgesamt, liegen etwa auf Höhe Senegal vor Westafrika. Ab dem 17. Jahrhundert unter den Portugiesen als Stützpunkt für den Sklavenhandel benutzt, seit 1975 aber unabhängig. Die Umgangssprache ist kreolisch, offizielle Landessprache portugiesisch. Zumindest auf den Urlaubsinseln Sal und Boavista wird darüber hinaus noch englisch, spanisch, italienisch und französich verstanden und zum Teil auch gesprochen.
Insel SAL. Einen halben Tag genügt und man hat die Highlights der Insel, 30 km lang und 12 km breit erkundet. Es gibt zwei befestigte Hauptstrassen: ost nach west und nord nach süd, der Rest sind staubige Sandpisten. Ohne Bewässerung gibt es hier keine Vegetation, nur vulkanisches Gestein und viel Sand; am Strand und in der Luft. Das Wetter angenehme 25°, Wasser >22° und endlose Sandstrände. Verlässt man wandernd
Santa Maria, muss man Wasser mitnehmen, denn ausserhalb ist gar nichts, nur Strand und Wüste. Die Insel eignet sich in den Wintermonaten November bis März gut zum baden und sonnen, wenn man ein windgeschütztes Plätzchen hat. Ein wahres Paradies ist Santa Maria aber für die Kitesurfer. An allen drei Stränden, rund um das südliche Ende der Insel wird gesurft was das Kite herhält. Ein Local hat mir glaubhaft versichert, dass "man" mit kleinen Segeln auch noch bei 40 Knoten (72 Kmh) auf Meer hinausgeht. In unserer Woche blies es mit +- 20 Knoten, zuviel für einen Anfänger(kurs)....
Die Kreolen, eine Mischung aus afrikanischen Sklaven und europäischen Weissen sind überaus freundlich, zurückhaltend und nicht aufdringlich, wie in nordafrikanischen Ländern. Das Durchschnittsalter er Einheimischen liegt unter(!) 20 Jahren. Der Lebensslogan "no stress" ist allgegenwärtg, auch in Form von Aufschriften an Gebäuden und in Form von Souvenirs. Das einheimische Essen ist hervorrangend und preiswert Durch die etwa 3500 ständig hier wohnenden Italiner, gibt es dem entsprechend auch viele Pizzerias. Der Tourismus hat ein angenehmes Ausmass, kein Rimini aber es wird gebaut und das zum Teil heftig. Ob das gut geht, wird sich zeigen.
Rückblickend zusammengefasst: Hast du einen wunderbaren Partner (wie ich), liebst du es, neue Kulturen, Länder und liebe Menschen kennen zu lernen, liebst du das Kite-Surfen, oder einfach am Strand zu liegen, ohne dass dich der ständige Wind stört; bist du ein Taucherfreak und kommst mit internationaler Belegschaft klar, so wirst du dich hier sehr wohl fühlen. Kommst du aber allein hierher und möchtest um diese Zeit nur Sand und Sonne geniessen, könnte das in die Hose, bzw. ins Bikini gehen. Ausführliche Bilderdokumentation im Fotoalbum: Caboverde.
Verfasst am 13. Januar 12 | Permalink | Kommentare (0)
Verfasst am 29. Dezember 11 | Permalink | Kommentare (0)
September 2011. Nachsaison, Zeit und Platz genug Rosas und Umgebung kennenzulernen. Wenn man die Freizeitaktivitäten aufzählt, die hier nicht möglich sind, würde die Liste kürzer ausfallen, als diejenige, die möglich sind. Angelita und ich genossen 10 Tage mit Relaxen an der Rosas-Beach, an einsamen Stränden, gutes und preiswertes Essen, Kultur, Ausflüge und natürlich Fliegen.
Langeweile hatte nie eine Chance. Die ersten drei Tage schönes aber windiges Wetter. Es gibt aber so schöne Buchten im Naturschutzgebiet nördlich von Rosas, wo man windgeschützt das schöne Wetter und das warme Wasser geniessen kann.
Auch sind im September die Nullachtfünfzehnturis nicht mehr da, sodass kein Liegestühle mit dem Badetuch mehr reserviert werden. Fisch essen abends, in den unzähligen Restaurants, auf den Zigeuner-Markt gehen sonntags, oder shopping im Downtown von Rosas ohne Stress und mega preiswert.
Ausserdem lohnt sich ein Abstecher nach Figueres mit dem Dali-Museum oder Cadaques mit der dem Dali-Haus. Aber man muss früh sein, diese Örtlichkeiten sind sehr beliebt. Ja, und nach dem dritten Ferientag war der Nordwind plötzlich weg und ich konnte die im Internet herausgefundenen Startplätze in der Umgebeung inspizieren.
Vorneweg, ich habe nie einen anderen Gleitschirmflieger gesehen, der letzte Eintrag auf der Internetseite eines Lokalen Clubs stammte von 2005, diese Site war für mich aber trotzdem eine grosse Hilfe. Und, will man hier fliegen, braucht man einen Chauffeur. Angelita führte mich am Spätvormittag jeweils in die Nähe oder direkt an den Startplatz mit dem Auto.
Das Timing war jedes Mal perfekt. Ich wartete und beobachtete die Windverhältnisse am Startplatz, während sie sich's am Strand von Rosas gemütlich machte. Ich schaffte es auf wundersame Weise jeden Tag, direkt bei ihrem Badetuch am Strand zu landen. Der Start erfolgte oberhalb eines Klosters, ca. 10 Km vom Strand entfernt auf ca. 450 m Höhe. Der Weg zum Startplatz ist im Web gut beschrieben. Der Platz ist jedoch sehr klein und nur für geübte Piloten. ich musste bis ca. 13:30 Uhr warten, bis sich anstänige Ablösungen entwickelten. Dann gehts aber gut ab und ich überhöhe die Krete.
Der Ausblick einfach umwerfend. In drei Richtungen Meer und Strände, jedoch ziemlich weit weg. Beim ersten Flug mache ich Höhe bis auf 1000 m.ü.M. Plötzlich merke ich, dass ein Gleitflug an den Strand möglich ist. Aber was ist mit der Seebrise, die pünktlich um 13:30 einsetzt und die Kite-Surfer in Scharen an den Strand von Empuriabrava lockt?
Wider Erwarten stelle ich auf ca. 500 m Höhe kein Gegenwind fest, mit fast 40 Km/h gleite ich ungebremst auf die Küste zu und erreiche diese mit ca. 300 bis 400 m Reservehöhe. Die Rentnerwelt am Strand staunt über den Besuch aus der Luft. Gemäss ansässigen Ladenbesitzer ist hier noch kein Gleitschirm geflogen.
Das erstaunlichste Flugerlebnis ist aber, dass ich, nachdem ich Höhe abgebaut habe, an den Hochhäusern an der Frontside entlang endlos soaren kann und den Möven erhebliche Konkurrenz biete. Was ich auf den Balkonen der Ferienwohnungen und Hotels alles gesehen habe, da die Bewohner nie mit einem Spanner aus der Luft gerechnet haben, möchte ich hier nicht erwähnen, da dies doch deutlich vom Thema "nur Fliegen ist schöner" abtrifftet.
An den folgenden Tagen konnte ich diesen Flug, mit unterschiedlichem Startplatz wiederholen, wodurch ein Rückholdienst entfiel. Dann zusammen relaxen und baden, der Tag war gerettet.
Eindrücklich war auch die Gegebenheit, dass wenn ich in der Luft war oder am Fronsidesoaren, zur gleichen Zeit die Kiter in Ampuriabrava ihre Freude hatten und wenige Kilometer vom Strand, die Fallschirmspringer zu Dutzenden vom Himmel fielen.
Je nach Wind, Wetter und Saison bieten sich Flüge ins Landesinnere geradezu an, das Streckenflugpotential ab Rosas und Umgebung lässt alles offen. Endlich gabs am letzten Tag wieder etwas Bewölkung und schwacher Regen, sodass auch die kulturelle Seite nicht zu kurz kam.
Shopping und der Besuch des Dali-Museums in Figueres brachte mich wieder zurück auf den Boden. Man gönnt sich ja sonst nichts!
Weitere Bilder siehe Fotoalbum Rosas Fliegen.
Verfasst am 04. Oktober 11 | Permalink | Kommentare (0)
Alle Jahre wieder, Biketour mit Brüetsch und Freunden. Dem Wetter angepasst, blieben wir in Juranähe. Treffpunkt Olten. Klaus, Rüedu und Ädu trafen nach Querelen mit dem Kundi in Bern einen Zug später ein.
Auf kleineren Umwegen ging es zuerst den Hügeln entlang, dann den Hügel hinauf und wieder hinab und eine Stunde später hätten wir beinahe die Brille von Rüedu wieder gefunden, die er bei einem Sturz verloren hatte. GPS von Garmin oder Landkarte in Papierform, das stand zur Diskussion, aber Ädu liess sich durch unsere Sprüche nicht irritieren und führte uns souverän über mehrere Höger (ein paar davon sahen wir zweimal), über die erste Jurakette nach Kienberg,
wo wir bei griechischer Musik echte Schweizer Kost assen. Zum Glück hatte die Serviererin dann Zimmerstunde, sodass der Wirt selbst am Schluss noch was Einheimisches auflegte, was verhinderte, dass bei uns gewisse Körperflüssigkeiten flockig wurden. Unser Ziel war Laufenburg.
Ich hatte keine Ahnung, dass uns der Jura hier im östlichen Teil noch so manchen Hügel in den Weg stellte. Oder fehlte es ämänt doch am Garmin? Das Wetter war etwas stürmisch und teilweise Regen, wir blieben aber meistens trocken.
In Laufenburg, deutschseitig, wollte wir auf der Bank noch ein paar Euro wechseln. Ich fand mein Portemonaie nicht mehr. Entweder hatte ich es unterwegs verloren oder beim Mittagessen auf dem Tisch liegen gelassen. Ich war drauf und dran die Karten telefonisch sperren zu lassen, als die anderen Jungs schon wieder aus der Bank raus kamen. Klaus ärgerte sich, dass der Code auf "seiner" Eurocard nicht akzeptiert wurde.
Ädu war der einzige, der zwei und zwei zusammen zählen konnte und empfahl meinem Bruder "seinen" Geldbeutel zu checken. Dieser zückte diesen dann gleich zwei Mal aus seinem Rucksack. Beide schwarz und in etwa gleich vergammelt. Aber meiner hatte ein schönes rotes Schweizerkreuz unten links.
Der Abend war gerettet. Später tafelten wir chinesisch. Infolge, dass wir so lange aufs Essen warten mussten, die Getränke aber relativ schnell da waren, wurde unser Tischgespräch zunehmend heftiger und eindeutig männerlastig, sodass ein Gast am Nachbartisch uns guten Appetitt wünschte, obwohl wir noch gar nichts auf dem Tisch hatten. Komisch. Kurz bevor es eskalierte kam die nette Kellnerin diesmal mit Essen an unseren Tisch.
Ein Teil ihres Gesichtes hatte verblüffende Ähnlichkeit mit Nicki Lauda. Dies beeinflusste ihre Verständlichkeit stark aber zum Glück wiederholte sie jeweils unsere Bestellungen während der Warterei: Noch ein Biel die Hellen? Hi hi, hi hi, ff, ff...
Der Sonntag war mega wolkenlos. Entlang des Rheins auf der Schweizer Seite gings Richtung Rheinfelden. Mittagsstop im Café Graf, Smalltalk mit dem Schiffsführer des Fahrgastschiffes Basler Dybli und weiter auf Singletrails nach Kaiseraugst, wo das Römerfest im Gange war. Zum Abschluss mit dem Boot der Schifffahrtspolizei eine kleine Rundfahrt im Hafen Birsfelden. Jungs, es war wieder mal der Hammer. Die nächste Tour organisiere ich, mit unbekanntem Ziel - wo die Leute uns auch nicht kennen.
weiter Fotos siehe Fotoalben: Biketour 2011
Verfasst am 07. September 11 | Permalink | Kommentare (0)
2. August 2011. Weissenstein - Oberdorf. Eigentlich wollte ich ja auf dem Balmberg. Das Auto in Balstal deponiert, nahm ich das Zügli nach Oensingen. Das es ab hier zwei Wege Richtung Solothurn gibt, weiss ich seit heute auch. Und dass ich in Niederbipp nochmals hätte umsteigen sollen auch.
Um via Riedholz mit dem Postauto auf den Balmberg zu gelangen, erkannte ich erst auf meinem Handy (GPS, eigene Position), als wir mit däm blöde Zügli immer weiter weg von der Jurakette abkamen. Eine Hoffnung hatte ich noch, als die Durchsage kam, dass dieser Zug von Solothurn weiter nach Langendorf fahre.
Die Hoffnung, wenigstens nach Oberdorf (ex Talstation des Weissenstein Sesselliftes) zu kommen, endete mit der Durchsage: Endstaion Langendorf. Huere Siech. Auf den Balmberg würde ein Postauto fahren. Wanderweg nach Oberdorf 35 Min. Man gönnt sich ja sonst nichts. Eine Stunde später. Eine Frauhätte mich mit dem Auto mitgenommen, die Passstrasse war aber für den Bergverkehr bis zehn vor Eins gesperrt.
Es war gute 25° heiss, very übel. Auf halber Höhe nahm mich schlussendlich ä geile Siech aus Solothurn mit bis auf die Kulm. Der Wind bliess mal aus West, mal aus Süd. Ein paar Piloten sassen im hohen Grass und waren sich nicht schlüssig. Mit dem Wissen, dass der Westwind am Nachmittag zunimmt, startete ich in einem vermeintlich guten Moment. Nach dem Start nur sinken im Lee, eine Gleitzahl wie vor 20 Jahren.
Hätte ich ein bisschen mehr Profil an meinen Wanderschuhen gehabt, wäre ich prompt an der letzten Tanne hängengeblieben. Hoffentlich hat das keiner fotografiert. Vorne an der Antenne hielt ich mich nach links, ich wollte ja zurück nach Balstal. Ich flog in einen Heber der mich mit 9.2 m/s auch 1600 m hob. Die, die nach mir starteten flogen alle nach rechts und soffen ab.
Wenigstens ein Higlight heute. Am Balmberg versuchten zwei Schirme Höhe zu machen. Der verlässliche Schlauch dor war nur ein Gerupfe, sodass ich mit Kretenhöhe an die zweite Jurakette wechselte und tief bei der Wolfschlucht ankam. Mit mehr Glück als Verstand konnte ich mich in dem Talwind nach längerem Kratzen retten und Höhe machen. Ich erreichte die Wengi-Kette, wo ein paar schöne Kumuli standen. 1800 m an der Basis. Ich querte an die Scheltepasskette.
Und da, beim Tunnel stand der beste Schlauch des Tages. 1975 m, ein bisschen am Wolkenrand geschliffen aber im grünen Bereich. Via Passwang, Vogelberg tankte ich am Chellechöpli nochmals Höhe auf 1800 m. Es kummulierte Richtung Höllstein. Aber auf Höhe Niederdort stand ich im Möhlinjet. Aber auch das stand in der Meteoblue-Vorhersage. Infolge einer Inversion auf etwa 1000 m gabs keine Chance mehr weiter zu kommen. Ich kehrte ich um und landete, nach mehrminütigem Soaren im Felseinschnitt am Dorfeingang nach genau zwei Stunden. "Ah, dir sit das gsi", meine eine vorbeispazierende Dame, als sie mich beim Packen auf dem Felde antraf. Wollte Sie damit sagen, dass ich im CTR Basel eingedrungen war? Kann nicht sein.
Der Buschauffeur von Waldenburg nach Balstal, wollte auch noch wissen, wo ich mit meinem Ballon gestartet sei!? Auf dem Rückweg hat man ja ausreichend Zeit, solche Fragen möglichst verständlich, anständig und ehrlich zu beantworten. Die Lüt si äbe gwungerig! In weniger als einer Stunde war ich wieder beim Auto in Balstal. 30 Km über alle drei Juraketten hinweg sind nicht viel, aber bei den Wetter- und Windverhältnissen ganz OK. Am Balmberg wäre ich wahrscheinlich abgesoffen.
Verfasst am 02. August 11 | Permalink | Kommentare (0)
1988 beendete ich meine Tätigkeit als Schiffsführer auf dem Rhein. Irgendwann hat man alles gesehen und man sucht neue Herausforderungen. Ende Juni fuhr ich auf dem Containerschiff GMS GRINDELWALD nach über 20 Jahren wieder mal den Rhein runter bis Rotterdam. Nicht aus Vergnügen, sondern beruflich, um mich mit den Veränderungen in der Binneschifffahrt insgesamt wieder up to date zu bringen.
Die vier Tage an Bord des Kuppelverbandes waren rückblickend anstrengend aber lehrreich, wollte ich doch so wenig wie möglich des täglichen - und nächtlichen Ablaufes an Bord verpassen. Mein Logis war auf dem Schubleichter GSL MÜRREN, der der Grindelwald vorn angekoppelt war, was eine Gesamtlänge von 176m ergab. Ex Bunderat Leuenberger fuhr seinerzeit ebenfalls auf diesen Schiffen mit, er
schlief sogar im gleichen Bett wie ich, zeitlich weit auseinander, versteht sich. Wir fuhren fahrplanmässig rund um die Uhr, mit einer doppelten Besatzung, die Ladung ausschliesslich Container, 20 oder 40 Fuss gross. Die ganze Logistik in den Ladehäfen Basel, Ottmarsheim und Strassburg war für die Besatzung langwierig und stressig. Tag und Nacht mit Schichtwechsel zwischendurch. Es galt, das Laden zu überwachen, damit die Container auch wirklich an den vom Schiffsführer in einem Stauplan vorher
bestimmten Platz geladen wurden. Jeder Container musste bei Eintreffen in den verschiedenen Häfen von Rotterdam zugänglich sein, das heisst oben drauf stehen, damit keiner kostspielig versetzt werden musste. Ausserdem musste die Stabilität der Schiffe jederzeit gewährleistet und nachgewiesen sein. Eine nie endende Rechnerei, genau wie vor 20 Jahren. Heute jedoch mit Unterstützung des
Computers. Die anschliessende Fahrt nach Rotterdam war wie üblich eher ruhiger bis fast langweilig, wenn man die Strecke in- und auswendig kennt. Die bunt zusammengewürfelte Besatzung: Francois, ein franzöischer Schiffsführer aus dem Elsass, Gerrit der holländische zweite Schiffsführer, Richard, ein junger Steuermann aus der Schweiz mit Patent, Steno und Martin, die zwei tschechischen
Matrosen waren ein bestens eingespieltes Team. Ein Kompliment an Steno, der zugleich der Koch war. Ich habe drei Mal mit der Besatzung zu Mittag gegessen und jedes Mal gab es irgendeine tschechische Spezialität von ihm, die ich noch nie vorher ass aber hervorragend schmeckte. Obwohl die ganze Binnenschifffahrt moderner, die Schiffe viel grösser, die technischen und nautischen Hilfsmittel viel
umfangreicher und der Ausbau der Rheinstrecke fast optimal ausgebaut und gekennzeichnet sind, ist eines in der fahrplanmässigen Containerschifffahrt gleich geblieben: Man ist immer zu spät - wie vor 20 Jahren. Nicht gleich geblieben sind die Löhne und die Nationalität der Besatzungen. Infolge der Dumpingpreise weltweit gibt es immer mehr Besatzung aus dem Osten und neuerdings - noch
billiger - aus den Phillippinen. Sprachkenntnisse sind gefragt aber weitaus problematischer ist der ausbleibende Nachwuchs von qualifizierten Schiffsführern. Die Merhheit der Billiglohnbesatzung ist an Karriere weniger interessiert, der Aufstieg von jungen Männern aus den Rheinuferstaaten ist infolge des Lohndumpings uninterressant geworden. Zur Zeit werden ehemalige Schiffsführer
in Rente angeheuert, damit das Schiff die Mindestbesatzungsvorschritften erfüllen, egal, was die alten Männer von der Hightech-Schifffahrt begreifen und was nicht. Rotterdam hat mir bei der Einfahrt einen grossen Eindruck hinterlassen. Die Stadt boomt und hat sich zu einem riesigen DownTown gemausert. Infolge unserer Verspätung auf den Fahrplan habe ich das Schiff abends, bereits an der ersten
Ausladepier verlassen müssen. Die zweite Station wäre 30 Km von der Stadt entfernt gewesen ohne jegliche Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Ein von Bord gehen an meinem Rückreisetag mit einem Taxi von dort aus, wäre dreimal teuerer gewesen, als ein Hotelzimmer in Rotterdam für eine Nacht. So konnte ich sonntags vor dem Abflug noch einen Abstecher in den alten Hafenteil machen, der
zum Museum für alte Schiffe umfunktioniert wurde, was bei mir eine gewisse Sehnsucht nach der "guten alten Zeit" auf der Schifffahrt auslöste. zum Fotoalbum
Details: Beiden Schiffe zusammen haben eine Kapazität von über 400 Containern; Länge der Fahrzeugzusammenstellung 176m; Breite 11.45m; 5 Mann Besatzung im 24 Stundenbetrieb; die 2 Schiffsführer, 1 Steuermann und 2 Matrosen sind jweils 3 Wochen an Bord und 3 Wochen in Freischicht zu Hause; reine Fahrzeit Basel - Rotterdam ca. 50 Stunden. Die Schiffe fahren von Basel - Rotterdam - Antwerpen - Rotterdam und teilweise noch Amsterdam zurück nach Basel innerhalb 14 Tagen.
Die Schifffahrt ist romantisch - aber nur noch von Land ausgesehen....
Das Bild stammt von 1978. Damals jüngster Sf der Reederei mit 24 Jahren. Der Matrose war 18; der Schiffjunge 16; alles Schweizer und voll im Saft.
Verfasst am 06. Juli 11 | Permalink | Kommentare (0)
Samstag, 11. Juni. Basel - La Faurie. Rolf Z. Beat S. Urs F. und ich fahren in die schon fast legendäre Pfingswoche in die Provence. Wetter ab Basel OK aber Nordwind, sodass wir Annecy und St. Hilaire hinter uns lassen müssen. Da Beat ohne Behausung angereist ist, braucht er noch ein Zelt. Wir (besonders Rolf der Shoppingfreak) begleiten ihn selbstverständlich gerne in den Decathlon bei Grenoble. Einer muss bei den Autos bleiben, leztes Jahr war einer daran unser Auto aufzubrechen, just in dem Moment als wir rauskamen. Jeder kauft irgendwas Wichiges für sich, Beat ersteht ein so genanntes Wegwerfzelt, das sich dabei selber öffnet und gleich bezogen werden kann. Das Zusammenlegen gestaltet sich auch unter
Rolfs Anweisung etwas schwieriger. Eine Chance aufs Fliegen haben wir noch heute. Eine Autostunde südlich von Grenoble liegt Mens in einem wunderschönen Hochtal mit einer gewaltigen, nach Norden ausgerichteten Bergflanke des Mont l'Orbiou. Da man den Startplatz nur noch zu Fuss in ca. 1 Stunde erreicht, wird dort kaum mehr geflogen. Aber wir werden dafür belohnt. Die Staubewölkung hält was sie verspricht. Wir soaren bis an den dunklein Deckel hoch und es geht überall butterweich, kaum sinken. Nach einer
Stunde landen Rolf, Urs und ich. Beat lässt es dem Grat entlang schleifen und landet auf dem Col de la Croix Haute. Auf der Weiterfahrt nach Süden picken wir ihn auf. Die Landung auf dem windigen Pass war
wohl etwas sportlich... Erstes Camp in La Faurie, am Nordfuss der Bergkrete von Aspres sur le Büech. Free Wireless Zugang. Die Beiz auf dem Zeltplatz ist voll, es gibt Pizzas und Vin rouge. Vom Letzteren hat einer von uns immer wieder nachbestellt. Wir finden später unsere Zelte trotzdem wieder.
Sonntag, 12. Juni. La Faurie. Beinahe windstill. Wir wollen wenigstenst einen Morgenflug machen, da weiterhin Nord, zwar abnehmend gemeldet ist. Die Strasse auf den 1564 m hohen Jouffan ist tiptop im Schuss, oben windstill. Wir geniessen die fantastische Aussicht und den Füdleflug zum Campingplatz runter. Beat fliegt nicht ohne Thermik und fährt das Auto zurück. Wir packen wärmere Sachen ein und ich wechsle vom Leicht- zum Schlafsackgurtzeug. Ab Mittag verlässt man die riesige Spielwiese
auf dem Grat in sportlichem Tempo nach oben an die Basis. Wir verlieren uns in der Luft, während Rolf es gemütlicher nimmt. Urs landet nach Längerem in Aspres s.Büech, Beat und ich landen noch später top. Es gibt Deltapiloten, die starten erst jetzt, unbegreiflich für uns. Gegend Abend lassen wir beide es nochmals krachene, es geht ab wie die Post. Bei 2900 m muss ich von der Wolke absteigen, weil unter mir Planeurs
(Segelflieger) rumkurven. Beat macht auf der anderen Talseite über 3000 m und landet im Camp. Rolf nimmt unser Auto und ich das eines delta-fliegenden Holländers mit runter. Heute Abends gibts Lasagne, beim Getränk ändert sich in der Art und Menge nichts.
Montag, 13. Juni. Aspres s. Büech - Digne Les Bains - St. Andrè. Nach dem Frühstück bei Sonne inspizieren wir die Mongolischen Jurten, die man auf dem Camping als Behausung mieten kann. Feine Sache, wenn Mann mal mit dem Büssi unterwegs ist. Wir ziehen weiter und machen einen Badestop in Digne. Schönes Naturfreibad, Eintritt frei. Der Flugberg steht ungenutzt auf der anderen Flussseite.
Der Wind auf dem Chalvet in St. Andrè war zu stark für Experimente. Ein "Südschwede" wagt als einziger einen Flug, wird verblas(s)en und landet hinter dem Dorf im Outback.
Pulsmässig immer noch auf Hundert erzählt er uns kurze Zeit später, wie er froh war endlich am Boden gestanden zu haben, dann aber von zwei
Bauern mit Knüppeln von ihrem Land weg zum Teufel gejagt wurde. Was da wohl falsch lief? Nach einer kurzen Biketour gingen wir bis zum Abendmal an den Westhügel von St. Andrè und verbrauchten in den Westwindböen überschüssiges Testosteron oder andere eben nur Kalorien. Der Typ aus der Flugschule empfahl uns ein gutes Restaurant ausserhalb des Dorfes. Best Place in Town! Wir assen drei Abende dort.
Dienstag, 14. Juni. St. Andrè. Atomtag. Landung auf dem Cheval Blanc (Staubiger Esel) 2300 m zu dritt. Rolf war nicht so anspruchsvoll und ballönlete ein bisschen am Chalvet rum. Basis bescheiden auf ca. 2000 m nachmittgs am Start, später auf 2600 m steigend. Obwohl alle drei. Urs, Ike und ich jeder seine eigene Route flog, landeten nach einer guten Flugstunde alle auf dem ca. 20 km entfernten, hellen Gipfelgrat.
Die Windverhältnisse beim Landen waren ideal, schön gleichmässiger Aufwind am Grat. Mittagsstunde unter Geiern auf dem Top of white Horse, wie bei Karl May. Liege u blöd schnure, wie das so üblich ist unter echten Kerlen, weit abgelegen und ohne Frauennähe.
Einer pupste laut - keiner reklamierte... Eine Stunde später frischte der Wind aus nördlicher Richtung auf. Alle kamen in die Luft und machten Höhe.
Obwohl wir den Rückweg absprachen und gemeinsam fliegen wollten, wusste es jeder natürlich besser und jeder flog wieder für sich. Ike und ich voran, Urs kam ca. 1 Stunde später - mit Autostop - auf den Landeplatz in St. Andrè. Die Wolken hatten inzwischen bedrohliche Ausmasse angenommen, es wurde duster rundum.
War wohl besser, jetzt am Boden zu stehen. Es war erst halb vier. Eine schöne Biketour lag noch drin auf die Alp Courchon vis à vis des Chalvet. auf der anderen Talseite regenete es. Talfahrt zurück auf einem Singletrail vom Feinsten. Zwei Stunden später alle wieder bei den Zelten. Man hatte noch immer nicht genung. Ein Evening-Flight läge noch drin, als hoch auf den Chalvet, ich spiele Chauffeur, das heutige Programm reichte, bin nicht mehr der Jüngste.
Es ist ca. 19 Uhr. Ike und Urs starten bei unterschiedlichen Verhältnissen aber beide beamt es hoch bis an den dunklen Deckel und fast nirgends sinken.
Die beiden sind sich vieler Zuschauer sicher, "man" ist gespannt, was die Zwei in der Luft aus diesem Wetter machen. Es ging alles gut aber der Landeort war so nicht geplant. Dies hatte aber den Vorteil, dass der Weg zum Restaurant nach dem Rückholdienst viel direkter war.
Mittwoch, 15. Juni. St. Andrè. Es kummuliert und schattet ab bereits vor Mittag. Start gegen Süden am Chalvet. Beat macht Höhe, fliegt raus ins Tal, erwischt nichts brauchbares und landet wenig später. Rolf macht ein bischen Sightseeing und geht ebenfalls zu Boden. Ich fliege an die Crete des Serres 1685 m nach Osten unter einen schwarzen Deckel, immer am Rande, damit es mich nicht reinzieht. Inspiziere das Tal dahinter, umrunde die schwarze Wolke nördlich und kehre wieder an den Chalvet zurück und weiter über Courchon, wo wir mit dem Bike unterwegs waren. Als es nur noch hoch geht und
es rundherum überentwickelt muss auch ich landen. Abends nochmals gemeinsam auf den Chalvet. Abendsonne aber null Wind, aussergewöhnlich. Rolf und ich erwischen die schwache Thermik, Urs ist etwas zu tief. Trotzdem ein schöner Abschluss, wir gehen wieder fein essen, man wird begrüsst wie Stammgäste. Rolf montiert sich eine gefundene dänische Autonummer an das Auto. Er geht am Samstag mit seiner Liese Silvia dorthin in Urlaub und erhofft sich Vorteile als Einheimischer auffahren zu könnenUm keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, Silvia heisst mit Nachnamen Liese :-)
Donnerstag, 16. Juni. Saint Vincent les Fort. Wir essen eine Kleinigkeit beim Holländer am Startplatz. Infolge des Wolkenbildes bin ich zappelig und will baldmöglichst starten. Der Wind steht nicht wie sonst vom See her gegen die Krete. Der Südwind ist spürbar. Gleich nach dem Start geht die Pumpe hoch, Beat folgt.
Mega sanfte Thermik bis an den Deckel. Der Südwind versetzt uns an den Pic du Morgon, 2400 m auf der anderen Seeseite, wir können nach Embrun runterschauen. Ich fliege Richtung Westen, bis dort wo sich der See du Serre Ponchon teilt, überquere diesen Richtung Montange del la Scie 1500 m.
Es wird zunehmens dunkler und es geht auch da hoch, wo man es nicht erwartet. Ich spirale aus 2700 m runter, drücke den Speed und fliege zurück an den Startplatz. Kurz nach unserem Start muss der Süd durchgebrochen sein, Urs und Rolf konnten gar nicht mehr starten, schade.
Auf der weiteren Heimfahrt Richtung Grenoble regnete es ausgiebig. Rolf hatte frühzeitig die gute Idee, im Hotel Formel1 Doppelzimmer für 33€ zu buchen. Etwas gewöhnungsbedürftig aber sauber und voll OK. Wir gingen zum ersten Mal richtig in den Ausgang ins Downtown von Grenoble. Hie und da gab es doch eine nettere Begegnung der anderen Art. Aber natürlich viel zu Jung für uns alte, unrasierte Cräcks. Aber luege darf me ja...
Freitag, 17. Juni. Heimfahrt. Ausser Urs hat irgendwie keiner mehr Bock aufs Fliegen. Die Woche hat satt gemacht, das Wetter war viel besser als die Prognosen am Anfang, die Truppe hat gepasst. Vor über 15 Jahren haben wir, stets in unterschiedlicher Besetzung, mit der Flugwoche in Frankreichs Süden begonnen. Eines hat sich in den letzten Jahren geändert:
Die Schlafsackunterlagen werden immer dicker oder die Rückenschmerzen grösser. Je nach dem, ob man sich zum älter werden bekennt oder nicht. Gäll Urs, hesch de nid jedes Mal ä Veteran derbi, wo dir dr Rügge isalbet, wes am Morge weht tuet winemore. Hasta proxima!
Verfasst am 18. Juni 11 | Permalink | Kommentare (0)
Kurzentschlossen buchten wir via Net eine Pension für 4 Tage in Fischen für gerade 20 Euro PP mit Frühstück. Die Schweiz lässt grüssen. Das erwartete Wetter in etwa gleich wie daheim: morgens sonnig und heiss, nachmittags Gewitterneigung.
Es wurde besser als erwartet, Gewitter kamen erst an den letzten beiden Tagen auf, was uns aber in unserer Aktivität nicht besonders beeinflusste.
Das Oberalgäu, drei Autostunden von Basel weg, ist eine echte alternative zum Tirol. Es hat einfach alles was Spass macht.
Gutes Essen, insbesondere die die Megatönder von Schweinshaxen, gutes Weissbier, klare Flüsse und schöne Schwimmbäder, 3 Golfplätze innerhalb von 10 Km, unzählige Wanderrouten, Schluchten und natürlich Flugberge, ist ja klar. Die Breitach Klamm-Schlucht ist echt sehenswert.
Wir, mi Hermosa und ich geniesesen die Tage. Golfen, Wandern und Fliegen bis Mittag, nachmittags relaxen im Schwimmbad.
Ein Umwanderung der Obersdorfer Skiflugschanze machte Eindruck. Die Giele si ächt kool. Im Anschluss während eines Wolkenbruchs a Mass und a Kaisserschmarren in einem Biergarten in Obersdorf.
Am Samstag einen Soloflug von den Hörnern. Im Hintergrund pechschwarz, vorne noch blaue Störungen. Etwas ruppige Bedingungen aber OK.
Ich landete anschliessend beim meinem Schatz neben dem Schwimmbad. Sonntag. Peter Geg gab mir unentgeltilich den brandneuen Tandem GIN Safari zum ausprobieren, obwohl ich mich bereits für den Gradient BiGolden2 entschieden hatte.
Die Flugschule flog nicht mehr als wir ganz oben starteten, weil es zu "wellig" wurde, wie ein Schüler die zunehmende Thermik beschrieb. Ja, und wenn dann die drei Komponenten, gute
Thermik, guter Schirm und guter Pilot :-) am gleichen Ort zusammen treffen, ist man mit einem Tandem in 5 min. an der Wolkenbasis auf 2450 m.
Ein fantastischer Flügel, wendiger als mein Sigma 6. Ich musste neben den Wolken fliegen, um nicht eingesogen zu werden.
Von der Hörnerbahn zum Nebelhorn rüber wäre ein Kinderspiel gewesen (wir waren ja schon etliches höher als der Gipfel selbst), aber nach einer guten Stunde gab ich den Schirm dankend zurück und bei tüppiger Hitze gings ab ins, diese Saison komplett modernisierte Schwimmbad von Fischen.
Eifach nume umeliege, läse, müntschele u nüt mache, isch haut o geil....we me scho gfloge isch. Und auf dem Heimweg über den Riedbergpass gabs dann ein saftiges Gewitter mit Hagel. "Man gönnt sich ja sonst nichts".
Verfasst am 07. Juni 11 | Permalink | Kommentare (0)
Samstag, 20. Mai 2011
Der Flohmarkt in Solothurn ist wohl was reizvolles, aber wenn bereits nach 11 Uhr vormittags die ersten Cräcks am Weissenstein starten und Höhe machen, und wenn das Ganze noch vom Flohmarkt direkt einsehbar, ist das schon etwas ungünstig, um länger zwischen dem angebotenen Ramsch und den einzelnen Raritäten zu verweilen.
Eine Alternative wäre doch Fliegen und anschliessend Baden am Neuenburgersee, ging mir durch den Kopf. "Wenn's guet isch muessch ga", ist meine Zielvorgabe seit mehr als 20 Jahren.
Glücklicherweise fährt nun, als Ersatz fürs Bähnli, jede volle Stunde ein Bus auf den Weissenstein. Wie im Wetterbericht richtig vorausgesagt, wehte ein leichter Rückenwind, der aber, wenn man den richtigen Moment abwartete, bis die Abschattung weg ist, ein Starten durchaus zulässt.
Didi Lutz will seine (neue) Waffe, einen Boomerang lüften und zieht ab.
Da andere Piloten noch "auf bessere Zeiten" warten, folge ich mit meinem 10 Jahre alten Biplace und meiner Amiga Angela. Das Rausfliegen bis zur Antenne ist heute gar nicht nötig.
Nach der Startschneise steht eine Megaschlauch. Erst als als ich sehe, dass Didi die Ohren anlegt und wieder runterflattert, erinnere ich mich, dass ev. TMA Basel aktiv sein könnte und bemühe mich, ebenfalls unter dem erlaubten Level zu bleiben.
Gen Westen siehts mega geil aus, ein dunkler Streifen Wolken entlang der Hügel. Bis zum Montoz keinen Kreis gemacht, immer grade aus. Irgendwo am Bielersee hat mich dann Didi wieder überholt.
Irgendwo hat er sich wohl mit seiner Waffe ein bisschen vergamt. Vor dem Chasseral habe ich dann ein wenig Höhe getankt, weil der ganze Hügel im Schatten lag. Ich hielt zwei Hochleister im Auge, die sich vor der Antenne wieder hochkämpften.
Ich flog am Wolkenrand entlang. Ich hatte das Gefühl, dass ab und zu der Nordostwind (Bise) Einfluss hatte. Man wurde Richtung Flachland gestossen und ein paar Segelflieger und 2/3 Gleitschirme, mehr sah ich nicht, wählten ebenfalls eine Route nördlich der Wolkenkette.
Obwohl wir mit einem Schnitt von über 25 kmh unterwegs waren und uns es mit Sicherheit noch so weitergegangen wäre, wollte ich meiner Freundin den Spass am Fliegen nicht verderben. Als ich kurz nach dem Chasseral den Fotoapparat nicht richtig aus der Hülle bekam und deswegen den Hanschuh auszog und die Bremse loslies, gleichzeitig einen 50 % Klapper einkassierte und die Flügelkontrolle etwas ins Wanken geriet, protestierte sie: Wenn du jetzt nicht anständig fliegst, kotze ich dich an...:-)
Das war mit Grund genug, den Neuenburgersee anzusteuern und Streckenflugambitionen in den Hintergrund zu stellen. Das einzig Richtige, wie ich wenig später schwimmend im Wasser zugeben musste. Kilometerraspeln ist ja OK, aber die damit verbundenen Möglichkeiten für ein "fliegendes Paar" sind halt auch nicht ohne... Während wir über den See flogen, fand eine Regatta für Kids mit Kanonenschussstart statt. Wider Erwarten gab es hier Westwind statt Bise. Die Wiese, die wir während des Überfliegens am Seeufer ausmachten, war sowas von einladend, da muss man einfach landen. Touch down wie im Bilderbuch, raus aus dem Kombi, dem Helm und den Handschuhen.
Der See, keine 20 m entfernt, lud zum Baden ein, das Wasser über 20° - gibt es da noch für offene Wünsche?
Nach dem Baden und Sonnen ein Direktzug zurück nach Solothurn.
Mit einem guten Nachtessen auf der Dachterrasse verwöhnte mich meine Passagierin und Freundin für den für beide aussergewöhlichen Tag. 55 Km Flug, knappe 2 Stunden, max Höhe 2369 m, max Steigen 7,5 m und eine kleine Zerlegung mit einer etwas ruppigen Wiederhestellung des Flugzustandes, alles im grünen Bereich.
Wollte ich neulich nicht einen neuen Biplaceschirm kaufen?
Verfasst am 22. Mai 11 | Permalink | Kommentare (0)
Der este Eindruck täuscht, wenn man von Frankreich her über die Pyrenäen Spanien betritt. Beinahe auf jedem Kreisel der Schnellstrasse haben sich ein paar Damen des horizontalen Gewerbes ein Plätzchen gesichert und empfangen die männlichen Besucher Cataloniens.
Und ich meinte, das wären alles Autostöpler :-). Angela klärte mich auf, damit ich die Herrschaft über mein Auto im Kreisel nicht verlor.
Dabei habe ich doch nur nach Startplätzen Ausschau gehalten......
Vorneweg. Roses und Umgebung ist sehr abwechslungsreich. Wunderschöne, endlos lange Strände, Skysurferparadies, unberührte Landschaft, Naturschutzparks rundum. Fliegen, Wander, Biken, Golfen, alles in nächster Nähe möglich.
Und das Leben und die Menschen: easy going! Alles im grünen Bereich.
Verfasst am 29. April 11 | Permalink | Kommentare (0)
Verfasst am 29. April 11 | Permalink | Kommentare (0)
Verfasst am 11. April 11 | Permalink | Kommentare (0)
Funfliegen an der Jura-Northface, keine Streckenrekorde.
Vormittag von 8 - 12 eine Runde Golf spielen, nachmittags in die Luft. Strammer Abwind während der Fahrt mit der Gondel auf die Wasserfallen. Am Südstartplatz Chellechöpfli wider Erwarten null Wind. Tschömperli kommt ebenfalls. Er hat bedenken, dass wir auf der richtigen Juraseite sind. Es ist Nachmittag nach 14 Uhr. Ab und zu ein Lüftchen von vorne, kein SW Wind wie vorausgesagt aber es beginnt von Westen her zu kummulieren. Als es ein Krähe vor dem Startplatz hochbeamt, weiss ich, dass wir auf der richtigen Seite sind. "Bei der nächsten Brise geh ich raus", Tschömpi folgt. Er macht sofort Höhe im Aufwind am Startplatz. Ich suche die beste Thermik am Grat entlang. Der beste Schlauch geht aber
vom Startplatz weg, Tschömpi hat bereits überhöht, dä Soucheib. Als ich den Lift zentriert habe und ganze Kreise drehen kann, hebts mich rasant am Aussichtspunkt des Chellechöpli vorbei. Das Fussfolk neidet mich an. Mit sechs/sieben Metern/sek.geht kontinuierlich hinauf an die Basis. Tschömpi plampet irgendwo zwischen Oberdorf und Titterten. Ich konzentriere mich auf bestes Steigen und belächle die paar Segelflieger unter mir - keine Chance, zu mir hochzukommen! Bei 2379 müM steht die Wolke. Sie ist flach, das Steigen verflüchtet sich, und sowieso, es sind zuviele Segler in der Nähe, die meine Nummer auf dem Schirm lesen könnten (:-(). Ich mache einen Abstecher nach Ziefen, kehre via Lauwil auf den Vogelberg zurück und erreiche nochmals 2200 m. Nach eineinhalb Stunden friere ich. Mit kurzen Hosen und Velo-Regenhosen darüber gestülpt ist
mein Dresscode der Höhe ungenügend angepasst. Max sitzt zum Saisonauftakt vor seinem Hüttli. Ich lande und geniesse ein Bierchen mit ihm, Waltraud, Klaus, Eva und Housi in der Abendsonne. Solch unerwartete Flüge sind schöner als 100 Km Streckenflug in den Alpen. Also Jungs, merkt euch, die Erfolgsquote 2011 am Chellechöpfli ist bis jetzt 100 %. Gruess Fritz
Verfasst am 04. April 11 | Permalink | Kommentare (0)
6. März 2011
Es gibt noch andere Fasnächtler als die Basler. Auch Soltothurn hat seinen besonderen Reiz.
Guter Sound von den Wagen herunter
Kunstwerke im Gesicht
Monsterwagen
farbige Fantasien
Zaungäste
hier gehts zum Fotoalbum
Verfasst am 07. März 11 | Permalink | Kommentare (0)
20. - 27. Februrar 2011.
Zum vierten Mal wanderten Schül, Dickli und ich für eine Woche in die Türkei aus, um die Winterzeit etwas zu kürzen und vor allem, um Golf zu spielen. Man wird ja auch nicht jünger..... und das mit dem Sex ist Legende.
Wir hatten zwei wunderschöne; zwei verschiffte und drei durchzogene Tage, wettermässig gesehen. Spielerisch haben wir als Team dieses Mal aber ganz schön zugelegt. Bei nahezu allen Vorturnieren in die Ränge gespielt; beim Haupttournier "Öger Masters 2011" sah es noch besser aus. Schül hat den "nearest to the pin geholt und ist Zweiter Netto seiner Kat. B (HCP 18 - 25) geworden; Dickli ist erster Netto Gewinner in seiner Kat. A (HCP 26 - 36) geworden und ich habe schlussendlich den Ersten Netto der Kat. C (HCP 0 - 17) abgeräumt. Ein mieser Punkt, ein verschenkter
Birdieputt hat mir schlussendlich zum Titel Öger Master 2011 gefehlt.
Dumm gange, aber äbe! Die Südschweden (das sind Deutsche, weil sie südlich von Schweden leben) haben es offensichtlich nur ungern goutiert, dass so manche Auszeichnung am Galaabend an den Schweizertisch entschwand.
Die Plätze Montgomeri und Sueno Dunes und -Pines waren exellent angelegt und gepflegt. Nerven konnte man sich nur wenn man auf so schönen Plätzen Streichlöcher einkassieren musste oder wie ich, als ich einer netten Dame den Golfball aus dem Wasserhindernis bergen wollte, selbst in das selbige bis zu den Oberschenkeln eintauchte. Der Shopping-Tag in Antalya brachte zudem etwas Abwechslung in die Golferwelt und in die eigene Garderobe. Schül konnte dank gut gemährteten Neueinkäufen seinen (ur)alten
"Birdi-Putt-Pullover" entsorgen. Oder hat er ihn amänt doch wieder mit nach Hause genommen :-)). Es bleibt sein Geheimnis. zu den Fotos
Verfasst am 01. März 11 | Permalink | Kommentare (0)
Sonntag, 6. Februar.
Unten unter Null, oben Tshirtwetter und Fernsicht wie vom anderen Stern. Die Alpen in Griffnähe, das Mittelland unter einer Inversion mit Kaltluft und Nebelschwaden. Völkerwanderung auf der ersten Jurakette. Unser Besuch bei Üelu auf dem Balmberg, bzw. Stierenberg. Fullhouse und keiner wollte den A... heben, um neuen Gästen Platz zu machen. Es war einfach zu angenehm in der Sonne und Wärme zu sitzen und die Alpen in Griffnähe zu bewundern. Etlliche Gleitschirmflieger nutzten den Tag und machten einen Gleitflug Richtung Mitteland. Ich genoss den Tag mit meiner Freundin - ohne Fliegen. Einfach schön!
Verfasst am 07. Februar 11 | Permalink | Kommentare (0)
Letzte Kommentare